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Kaum waren Akrea, die Oberpfälzer Melodic Deathler mit den Apokalyptischen Reitern und Turisas auf Tour, schon stehen sie uns für einen Interview zur Verfügung. Gitarrist Fabian Panzer erzählte, was es Neues im Hause Akrea gibt.
neuneins: Wieso wurde aus dem Bandnamen „Inner Agression“ „Akrea“?
Fabian: Hauptsächlich wollten wir uns nicht durch unseren Namen einschränken, was Ideologien oder irgendwelche Schubladen betrifft. Vorher war es so, dass man die Band immer mit „aggressiv“ verband, was wir aber eigentlich so nicht sind. Außerdem war es ein englischer Bandname und da uns klar wurde das Deutsch ein bessere und metaphernreichere Sprache ist, wurde uns klar, dass dann auch ein deutscher Bandname her muss.

AKREA

AKREA


neuneins: Ihr seid ja zurzeit recht gut im Geschäft, obwohl es schon einige Melodic Death Bands gibt. Meint ihr dass ihr so gut im Geschäft seid weil ihr in Deutsch singt, oder was zeichnet euch so aus?
Fabian: Ich habe keine Ahnung. Es wird oft gesagt, dass das genau dass ist was uns ausmacht, – nämlich die deutschen Texte. Das ist aber eigentlich kein Kunststück. Auf unsere Live Auftritte bekommen wir gute Resonanz. Auch mit den deutschen Texten finde ich nicht, dass wir damit etwas echt geniales Neues machen, was es noch nicht gab, aber vielleicht können wir uns durch die Live Performance abheben. Manche sagen auch, dass man uns die Freude am Spielen ansieht, was auch für unseren Erfolg sprechen könnte.
neuneins: Es wird ja gesagt, dass eure Texte sehr metaphernreich sind und von der Existenz des Menschen in der Scheinwelt Akrea handeln. Ist dies so richtig?
Fabian: Metaphernreich sind wir definitiv. Lebenslinien werden in einer fiktiven Fantasiewelt aufgebaut, die jeder einzelne auf sein Leben projizieren kann. Im neuen Album hat Sebi (Sänger Sebastian, Anm. d. Red.) die Texte realitätsnah verfasst. Immer noch sehr metaphernreich aber eindeutiger als vorher.
neuneins: Beruhen die Texte auf eigene Erfahrungen oder Empfindungen?
Fabian: Alle lyrischen Texte übernimmt Sebi und wir lassen ihm da auch volle Narrenfreiheit, weil er einfach gute Texte schreibt. Er verarbeitet dadurch vieles aus seinem Studium und auch einige Eindrücke die er so aufgeschnappt hat.
neuneins: Wollt ihr wieder englische Lieder machen, oder bleibt ihr bei eurer deutschen Schiene?
Fabian: Es wird mit Sicherheit deutsch bleiben. Sebi fühlt sich damit wohler und er kann damit noch besser die Zweideutigkeit und die Metaphern in den Texten rüber bringen. Auch die deutsche kantige Sprache passt relativ gut zu unserer Musik wie wir finden.
neuneins: Euer aktuelles Album ist ja „Das Lügenkabinett“. Seid ihr damit zufrieden?
Fabian: Wir selbst sind sehr zufrieden damit. Wir wurden zwar auch von ein paar großen Magazinen recht verrissen, was das Cover angeht und stellenweise auch was die Musik betrifft, aber wir stehen voll dahinter. Wir stehen auch voll hinter unserem Cover mit den Lügenkabinett und den hässlichen Menschen darauf, auch wenn manche Leute das anders sehen.
neuneins: Ihr wart ja recht erfolgreich mit den Apokalyptischen Reitern und Turisas auf Tour. Was hat euch daran so gefallen und was hat es euch musikalisch so gebracht?
Fabian: Musikalisch wird man erst im nach hinein sehen was es gebracht hat. Uns selbst hat es sehr gut gefallen. Jeder von uns hat wahnsinnig viele Eindrücke sammeln können. Wir sind alle mal aus unserem Dorf rausgekommen und haben viele Leute und Städte kennen gelernt und auch viel dabei gelernt, was sich sicherlich musikalisch erst später unbewusst auswirken wird. Die Tour war echt super und wir haben uns sehr gut mit den Reitern verstanden. Jederzeit würden wir wieder gerne mit ihnen auf Tour gehen!
neuneins: Was sind eure Zukunftspläne in der nächsten Zeit?
Fabian: Studieren bzw. Arbeiten. Wir sind dabei Songs zu schreiben und Riffs zu sammeln. Wir planen jetzt auch ein Musikvideo und dann mal sehen wir weiter. Es stehen auch noch ein paar Festivals dieses Jahr an, auf die wir uns natürlich auch sehr freuen. Wir sind eine Liveband und wollen auch unbedingt live spielen.
neuneins: Habt ihr irgendwelche Wünsche für eure musikalische Karriere?
Fabian: Wir sind musikalisch schon weiter gekommen als gedacht und viele Erfahrungen haben wir erst durch die Musik machen können. Alleine schon das wir in so vielen verschiedenen Städten spielen durften war ein super Gefühl, was wir ohne die Band nie erlebt hätten. Von dem her bin ich wahnsinnig dankbar was wir schon erreicht haben. Was mich noch reizen würde wäre auf einer richtig großen Festivalbühne zu stehen. Ansonsten bin ich zufrieden mit dem so wie es ist.

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