Category: Musik

WÜRZBURG.  Nun gibt es sie bald 20 Jahre, die deutsche Noiserock-Institution, die einst zu den Gründervätern der ‚bluNoise’-Mafia gehörte: Harmful. Live gibt’s sie am Mittwoch, 27. März, im Würzburger Cairo zu hören. Einlass ist um 20 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr. Support sind Instrument.

Harmful

Harmful

Über acht Alben brachten Harmful einen weiten Weg hinter sich. Sie begrüßten Gäste wie Billy Gould von Faith No More und Produzenten wie Dave Sardy – und pünktlich zum Geburtstag wird die Fangemeinde mit einem Album überwältigt, das sich laut Frontmann Aren Emirze anfühlt wie ein Debüt. Schuld daran ist der erste Besetzungswechsel in der Bandgeschichte und ein neuer Mann an der Schießbude: Flo Weber von den Sportfreunden Stiller.

Mit ihrem zweiten Album „Olympus Mons“ sind Instrument als Kern der klangwuchtigen Cosmic Casino-Reliktband geblieben, um zu bleiben. „Olympus Mons“ ist nicht nur das zweite, sondern auch das bessere, das ausgefeiltere, das zum Teil auch lieblichere und damit mehr „Pop“ in sich tragende Album. Warum? Reinhören in Vertracktes und Nacktes und Verträumtes und wenig Aufgeräumtes, in Songs wie „Picks & Chips“, das man beruhigt auch die erste Single nennen darf, wenn es so etwas heute noch gibt. Ein Video gibt es dazu jedenfalls – zu sehen natürlich auf Youtube – und zeigt, dass sich das Konzept von Vers-Chorus-Vers irgendwie aufgebraucht hat. Denn, erstaunlich, hier bleibt eine Gitarrenlinie einfach so im Kopf hängen, wie ein Angelhaken.
Nach mehrfachen Tourneen zum selbstbetitelten Debütlongplayer wurde „Olympus Mons“ innerhalb eines Jahres komponiert, aufgenommen und produziert, in unterschiedlichsten Studios, Räumen und Rückzugsorten in Bayern und benachbarten Bundesländern. Und natürlich wird es für die Herren wieder auf Tournee gehen, überallhin. Man sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

 

Tickets gibt es ausschließlich im Würzburger H2O, unter dem Ticketshop von www.amadis.net und unter www.inconcerts.de