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Erlangen – Vergangenen Freitag machten die Erlanger Spaßrocker von J.B.O. Eine eher ungewöhnliche Wahlkampfspende an die Partei Die Piraten: Eine größere Menge an „Angie-Saftpressen“, die 2009 der limitierten Edition des Albums „I Don ´t Like Metal – I Love It“ beilagen, und die das Konterfei unserer Bundeskanzlerin zeigen und dazu einladen, Zitrusfrüchte darauf auszupressen, wurden im J.B.O.-Headquarter an einige Partei-Kandidaten übergeben. Eine Spende für den Wahlkampf. Die Wahl der Piraten als Empfänger der ersten Wahlkampfspende in der Bandgeschichte erklärt Schlagzeuger Wolfram Kellner: „Die Piraten haben eben genau so wenig Ahnung vom Urheberrecht wie wir“.
Heute besuchten die Bundestagskandidaten Patrick Linnert, Emanuel Kotzian (beide Bayern), Marc Großjean (Saarland) und die Landesvorsitzende der Piratenpartei Saarland Jasmin Maurer das J.B.O. Hauptquartier in Erlangen, um die Saftpressen persönlich in Empfang zu nehmen und auch mit Vito C. und Wolfram Kellner über verschiedene Themen zu sprechen. Als „Dolmetscher“ war der Pressesprecher der Piratenpartei im Saarland dabei, Carsten Dobschat, der auch bereits seit vielen Jahren für die Online-Belange der Band zuständig ist.
Ein großes Thema sowohl für die Piraten als auch Künstler ist das Urheberrecht.
„Das Urheberrecht hat mit der technischen Entwicklung nicht Schritt gehalten. Und auch wenn wir nicht in allen Punkten mit den Vorschlägen der Piratenpartei übereinstimmen, die Piraten haben eine Diskussion über das Thema angestoßen und zeigen sich auch offen für die Sorgen und Meinungen von uns Künstlern“, erklärt J.B.O. Frontmann Vito C. Marc Großjean freut sich, „dass auch bekannte Künstler erkannt haben, dass sie keine Angst vor unserer Forderung nach einer Weiterentwicklung des Urheberrechts haben müssen.“
Einig sind sich J.B.O. mit den Piraten aber absolut beim Thema Überwachung. „Die aktuellen Enthüllungen rund um die Aktivitäten verschiedener Geheimdienste sind erschreckend und wir werden uns weiterhin für eine vollständige Aufklärung und ein Ende dieser systematischen Massenüberwachung einsetzen“, verspricht Emanuel Kotzian. Vito C. kündigt an, dass auch J.B.O. beobachten werden, was für einen Job die Piratenpartei dabei im Bundestag macht und „droht“ an: „Wenn es nicht klappt, dann müssen eben wir nächstes Mal selbst zur Bundestagswahl antreten“.
Das Thema Wahlen ist J.B.O. wichtig und die Verteidiger des Blöedsinns fordern alle ihre Fans auf, in jedem Fall an den kommenden Landtags- und der Bundestagswahl ihre Stimme abzugeben: „Niemand sollte aus Frust oder aus der Befürchtung heraus, doch nichts zu bewirken, der Wahlurne fern bleiben. Es ist fast egal wen ihr wählt – wichtig ist aber, dass ihr alle wählen geht, am Ende zählt jede Stimme!“