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WÜRZBURG. An traditionelle deutsche Volksmusik hat sich die Popwelt in Deutschland bisher kaum herangewagt – sie galt als konservativ, langweilig und kitschig. Jetzt hat die Bamberger Band “Kellerkommando” das Tabu gebrochen und mischt scheinbar unvereinbare Musikelemente miteinander. Nachdem man im Winter 2012 bereits das Würzburger Jugendkulturhaus Cairo besucht hatte, kommt die Band jetzt am Donnerstag, 28. November, in die Würzburger Posthalle. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.
Popmusik heute, das sind urbane Grooves, Hip Hop und Straßenrap. Popmusik früher, das sind die Lieder vergangener Zeiten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die größten Hits der vergangenen Jahrhunderte haben bis heute überlebt und werden beispielsweise noch in den Wirtshäusern gesungen. Kellerkommando mischt den Pop der verschiedenen Äras miteinander, verbindet regionale fränkische Musikkultur mit globalen Trends und kreiert damit vielleicht die Popmusik von morgen.
Die Besetzung der Band spiegelt die beiden Pole wieder. Auf der einen Seite stehen kernige Bläser, Akkordeon und ein Wirtshaussänger, auf der anderen Seite Drums, Bass, Synthies und ein Hau-drauf-Rapper. Bei den Auftritten des Kellerkommandos stehen regelmäßig die Münder der überraschten Zuschauer offen. Hat sich das Publikum vom ersten Schock erholt, reibt es sich Augen und Ohren und dann heißt es nur noch Tanzen, Tanzen, Tanzen!
Seit 2009 verunsichern die sieben Franken mit Migrationshintergrund Musikgeschmäcker in der ganzen Republik. Über Deutschlands Grenzen hinaus wurden sie bekannt als Kulturbotschafter in der Schweiz und auf Einladung des Goethe-Instituts in Mexiko.
INFO: Einlass ist um 20.30 Uhr, Beginn um 21 Uhr. Tickets gibt es im H2O, unter www.inconcerts.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen.