Category: Allgemein

„Mister Misery“, die schwedische Newcomerband, die ihr Album 2019 selbst produzierten und mixten, präsentieren der Rock- und Metalwelt ihr Debütalbum „Unalive“.

Sie zeigen auf der Bühne eine theatralische Bühnenperformance, vereint mit dem wilden Geist der 80er, Horrorelementen und klassischen Komponenten.

Die vier Jungs aus den Straßen von Stockholm wollen die Alternativszene neuen Schwung geben und sind hungrig:

Auf Erfolg, Musik und Live – Peformance!

2018 gründeten Harley Vendetta und Alex Nine „Mister Misery“ und überzeugen seitdem auf der Bühne mit energiegeladenen Riffs gemixt mit rhythmischem Chorus und fetzenden Gitarren. 

Aber nicht nur der Underground ist begeistert, der Gründer von Nuclear Blast und Arising Empire, Markus Staiger, nahm sie 2019 gleich unter Vertrag.

Ihr Album reflektiert Emotionen und Probleme einer Reise, die die Mitglieder durchlebten: Kampf mit Drogen, Armut oder Zeiten im Gefängnis.

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Durch individuelle Erfahrungen haben sie ihre „Dämonen“ weitgehend hinter sich gelassen und lassen es nur noch auf der Bühne diabolisch zugehen.

Der Titel des Album „Unalive“ spiegelt sich in ihren untoten Vampirlook, der das Gefühl des inneren Ausgebranntseins symbolisiert.

Auf Tour konnten sie jetzt als Einheizer für Beyond the Black fungieren und auch beim Metal Hammer Paradise waren sie mit dabei. 

In Geiselwind konnten wir mit Harley Vendetta (Gesang), Alex Nine (Gitarre), Eddie Crow (Bass) und Rizzy (Schlagzeug) ein interessantes Interview führen:

Burnout-Events: Im Jahr 2018 gegründet und jetzt aktuelles Album „Unalive“, Vertrag bei Arising Empire und jetzt auf Europatour mit „Beyond The Black“. Was für ein Wahnsinns Start. Habt ihr schon realisiert was gerade passiert?

Harley: Nein wir können nicht glauben, was gerade passiert. Alles ist toll, wir wissen gar nicht wie es weiter gehen soll. In gewisser Weise muss man sich in solchen Situationen selbst finden, den Moment fassen und auf den nächsten Schritt fokussieren. Es ist so verrückt, dass man es im selben Moment nicht begreifen kann!

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Burnout-Events: Wie habt ihr euch als Band gefunden? Und wie kam es zu euren Namen?

Alex: Es begann als Harley Ende 2017 nach Schweden zurückkehrte. Er hatte einige Songs, einen Bandnamen, aber er brauchte ein paar Mitglieder. Also hat er den Sänger von „Crashdiet“ kontaktiert und er kannte mich. So wurde die Band Anfang 2018 geboren und einen Monat später haben wir unseren Drummer gefunden und dann kam noch Eddie dazu. So haben wir in 3 bis 4 Monaten eine Band zusammen.
Harley: Als ich vor 3 Jahren in Los Angeles gewohnt habe, hatte ich schon einen Song mit dem Namen „Mister Mysery“ geschrieben. Als ich dann nach Schweden zurückgekehrt bin, brauchte ich einen Namen für ein neues Projekt und ich dachte, dass der Name perfekt passt.

Burnout-Events: Ihr steht auf 80er Jahre Metal, gepaart mit Horror Elementen und klassischen Kompositionen. Wie seid ihr auf diesen Mix gekommen? Gab es da Vorbilder?

Harley: Mötley Crüe, Guns n´ Roses. Ich mag auch härtere Sachen, wie zum Beispiel Slipknot, Cradle of Filth und Arch Enemy. Daraus ist ein guter Mix entstanden. Ich mag nicht nur Metal, ich mag jede Musik. Wenn es gute Musik ist, ist es gut.

Burnout-Events: In eurem Album verarbeitet ihr Tod, Drogen, Verlassen werden, Armut – Sind das eure eigenen Erfahrungen? Macht dies das Album noch etwas persönlicher?

Harley: Absolut. Nicht alle Songs sind persönliche Erfahrungen, nur manche. Songs wie „You And I“ oder „Legion“ haben eine persönliche Geschichte für mich. I denke jeder interpretiert den Text anders, das ist was der Text und die Musik funktionieren. Aber wenn ich den Song auf der Bühne singe, wissen die Jungs hier nicht was in mir vorgeht und welche Bedeutung sie für mich haben. Nicht alle Songs sind absolut persönlich, aber manche sind es. 

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Burnout-Events: Wie verliefen die Aufnahmen und die Produktion der CD? Gab es auch manchmal Streit und Uneinigkeiten, oder verlief alles friedlich?

Alex: Nein. Absolut nicht. Nein er hat das Ganze Album auf seinem alten 2012 MacBook Pro aufgenommen. Er hat alles auf diesem alten Notebook aufgenommen, produziert und gemixt. Es gab keinen Streit, weil die Songs einfach perfekt waren, wir haben sie alle geliebt. Er hat sie uns immer wieder zugeschickt. Wir haben nur mit einigen Gitarrensolos oder mit Ideen für Mixen geholfen. Im Grund lief alles von Beginn an sehr gut.

Burnout-Events: Wo wurde die CD aufgenommen?

Harley: In meiner Heimatstadt Karlstad, in meiner Küche. Ich habe dort die Gitarren eingespielt und den Gesang dann in einem Studio in der Stadt aufgenommen.

Burnout-Events: Was ist eurer Meinung nach so besonders an der CD?

Harley: Es ist eine neue Sichtweise auf die Bands, mit denen wir aufgewachsen sind und die wir mit unserem eigenen charakteristischen Sound und Stimmung gehört haben. Es erzählt eine Geschichte und kein Song klingt auf dem Album gleich.

Burnout-Events: Welches ist euer Lieblingslied auf dem Album?

Alex: Ich würde sagen, „Alive“ und „My Ghost“.

Harley: Meine Lieblingssongs sind „My Ghost“ und „You and I“

Burnout-Events: Wie berühmt sind Sie bereits in Schweden?

Alex: Schweden ist ein bisschen langsam. Natürlich haben wir hier schon Fans gesehen, aber unser Genre hat in Schweden kein breites Publikum, das könnte der Grund dafür sein. Und wir haben auch darauf gedrängt, in andere Länder der Welt zu gehen und überall zu spielen, wo wir können. Wir wollen nicht die Band sein, die 3-4 Jahre lang nur durch unser Heimatland kreuzt.

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Burnout-Events: Arbeitet Ihr noch in euren alten Jobs?

Alex: Ja, wir alle haben noch unsere alten Arbeitsplätze und sind bestrebt, sie so lange wie nötig zu behalten. Es ist nicht einfach, am Anfang unserer Karriere Geld zu verdienen, vor allem, wenn viel investiert wurde, um alles zu ermöglichen. Unser ultimativer Traum ist es natürlich, unsere Tagesjobs aufzugeben und uns zu 200% das ganze Jahr über der Musik zu widmen.

Burnout-Events: Wie war es, mit „Beyond The Black“ auf Tournee zu sein?

Harley: Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir hatten viele verrückte Zeiten mit ihnen während dieser Tour. Wir hätten keine bessere Tournee haben können.

Alex: Unsere erste Tournee mit BTB vor 1000-2000 Leuten zu machen, war für uns eine ganz besondere Erfahrung. Wir sind wirklich dankbar, dass uns diese Möglichkeit gegeben wurde. Die ganze Band sind sehr guten Freunde gewordden, und wir würden nicht zögern, das alles noch einmal zu machen!

Burnout-Events: Wie gefällt euch ihre Musik?

Harley: Uns gefällt sie wirklich gut! Mein Lieblingssong von ihnen ist „Million Lightyears.

Alex: Das sind alles wirklich gute Musiker, die Killer-Riffs und Hooks schreiben, bei denen man sich den Kopf zerbrechen und zu jedem Refrain mitsingen will. Mein Lieblingslied ist, glaube ich, „In The Shadows“.

Burnout-Events: Was sind eure Pläne nach der Tournee?

Harley: Nun, wir haben auf dem „Metal Hammer Paradise“ gespielt und wir haben auch in Schweden gespielt, um das Jahr abzuschließen. Ansonsten werden wir Musik schreiben und die Ferienzeit genießen.

Alex: Um Harleys Antwort noch zu ergänzen, arbeiten wir auch hart an der Vorbereitung unserer europäischen Headliner-Tour, die im Februar/März stattfindet. Also nicht verpassen!“

Burnout-Events: Zum Schluss noch ein paar Worte oder Wünsche für die Zukunft?

Alex: Wir möchten uns bei allen neuen Fans da draußen bedanken, die uns erst in den letzten Monaten so viel Liebe gezeigt haben! Wir freuen uns darauf, das zweite Album fertigzustellen, noch viele weitere Tourneen zu spielen und hoffen, so viele wie möglich von euch auf den Festivals im Sommer 2020 zu sehen.