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– Sie sind die derzeit erfolgreichste Band im Mittelalter-Rock-Genre und landeten mit ihrem letzten Werk auf Platz 3 der deutschen Media Control Charts. Am 16. August erscheint mit dem Titel „Das Schwarze Einmaleins“  ein neues, von der Musikwelt mit Spannung betrachtetes neues Album über Napalm Records./Universal. Darauf enthalten ist eine Single mit dem Titel „Wachstum über alles“, die aktuelle gesellschaftskritische Aspekte verarbeitet und damit derzeit für Diskussionsstoff sorgt.
Wachstum ist das zentrale Thema, das die Menschheit antreibt und das sie teilweise auch alles andere vergessen lässt. Das Streben nach mehr, nach permanentem und möglichst schnellem Wachstum, sei es industriell oder materiell, scheint wie eine Droge, der wir gesellschaftliche verfallen und die oftmals auf Kosten der Menschlichkeit geht. Erst kürzlich berichtete das PM Magazin über „Mega Citys“ – ein gigantisches Stadt-Wachstumsphänomen, das eine Vielzahl ihrer Bewohner dazu zwingt, in menschenunwürdigen Slums zu hausen – und dennoch flüchten täglich tausende Menschen mehr aus dem Land in die Städte. Alleine im indischen Mumbai sind es über 2000 pro Tag. „Uns hat das Thema einfach beschäftigt“, so Saltatio Mortis. „Es wird Zeit, dieses Phänomen kritisch zu hinterfragen und es ein wenig aus der Distanz zu reflektieren. Wir alle streben im Grund nach Wachstum, ohne oftmals zu hinterfragen, ob wir uns damit noch auf einem gesunden Weg befinden.“
In ihrem Videoclip zur Single setzt sich die Karlsruher Band auch visuell mit dem Thema auseinander, das unsere Gesellschaft immer schon bewegt. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus zeichnet sie darin ein gieriges, maßloses Bild von der Menschheit und liefert damit Anstoß zu Kritik und Zustimmung gleichermaßen. Die Single wurde von einigen Gastmusikern, so beispielsweise Simon Michael, Schlagzeuger der BundesVisionSongContest-Gewinner von 2006, Subway To Sally, remixt.
„Die Band betritt mit ihrer kritischen Attitüde Neuland. Normal ist ihr Musikgenre recht kritikfrei. Hier liefern die Jungs einen richtig sarkastischen Song sogar“, so der Bamberger Musiker über seine Kollegen.
„Der Song ist sicher der gewagteste, den wir je geschrieben haben“, so die Gruppe selbst. „Als unser Sänger mit dem Text ankam, waren wir zunächst sogar ein wenig schockiert, merkten dann aber schnell, wie sehr er uns aus der Seele spricht.“
Ihr enormer Erfolg mutet vielen so wundersam an wie die ganze Gruppe: vor wenigen Jahren noch waren SALTATIO MORTIS ein fahrendes Spielvolk, das unermüdlich von Mittelaltermarkt zu Mittelaltermarkt zog und dort Wochenende für Wochenende, Jahr ein, Jahr aus ein festes Publikum bespielte.
Ausgerechnet sie entwickelten fast über Nacht eine beispiellose Eigendynamik: immer mehr auch „normale“ Genre-fremde Menschen strömten zu den Konzerten, immer noch größere Hallen waren ausverkauft und aus den Top 5 der deutschen Charts scheinen diese Herren nicht mehr wegzudenken zu sein. Neben ihrem letzten Album schaffte es auch ihre Live-DVD „Wild Und Frei“ auf Rang 2 der DVD-Charts.
Ihr Erfolg bleibt Musikexperten dabei ein magisches Rätsel: ungeachtet sämtlicher Marketing-Maschinerien und weit davon entfernt, mit ihren Outfits oder Songs gängige Trends zu erfüllen, etablierten sich die Karlsruher zu einer der gefragtesten Bands Deutschlands. Von der großen Medienlandschaft blieb die Gruppe dabei bislang fast unentdeckt.