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Die Gitarre wird zum Orchester, die Stimme zum Chor – so wurden Auftritte des Gitarristen und Sängers Raul Midón schon oft beschrieben. Zum Doppelkonzert trifft er am Freitag, 31. Juli, beim Würzburger Hafensommer auf der Bühne an der Talavera auf die Band Banzo, die brasilianische Musik zwischen Tradition und Moderne, zwischen Identitätsverlust, Heimatgefühl und der tropicalistischen Symbiose kultureller Genres und Stile präsentieren. Los geht’s um 20 Uhr.
Gitarrist/Sänger Raul Midón ist ein wahrhaft begnadeter Musiker, Komponist und Autor, der nicht nur aufgrund seiner Blindheit immer wieder mit Stevie Wonder, sondern auch mit Bill Withers und Ray Charles in einem Atemzug genannt wird.  Midón, der charismatische Künstler argentinischer und afro-amerikanischer Abstammung, bewegt sich spielerisch und traumwandlerisch in den Gefilden von Soul, Rhythm & Blues, Jazz und Funk bis hin zu Folk and Pop. Außergewöhnlich prägnant sind die unverwechselbare und markante Stimme, das eigenwillig virtuose Gitarrenspiel und unkonventionelle zeitlose Ohrwürmer, die unvergesslich bleiben. Midón gilt aber nicht nur als Crooner und Singer/Songwriter im klassischen Sinn, sondern wird auch als Dichter und Poet wahrgenommen.
Banzo ist ein Bandprojekt des brasilianischen Gitarristen/Bassisten und Komponisten Guto Brinholi, der mit seinem Landsmann Armando Lobo und mit der brasilianischen Drummer-Legende Marcio Bahia die brasilianischen Traditionen des Nordosten (Recife) und des Südosten (São Paulo) Brasiliens zusammenbringt. Banzo spiegeln alle Facetten ihrer eigenwilligen Musik auf einer zeitgenössischen Plattform von Pop, Brasil, Elektronik und Jazz wider.
Und der Hafensommer-Freitag geht dann an anderer Stelle weiter: Wolf Kampmann, dem im Frühjahr der Preis für deutschen Jazzjournalismus verliehen wurde, erzählt ab 23 Uhr beim Bundesverband Bildender Künstler (Am Alten Hafen, Kulturspeicher) mit Wortwitz die tragikomische Lebensgeschichte eines Hochstaplers und entführt die Leser in eine bunte Welt voller Mut, Fantasie und Husarenstücke. Begleitet wird der Autor von Gitarrist David Specht und Schlagzeuger Christian Schulz alias Crack Of Doom Doom. Bei Kampmanns Lesungen begleiten ihn Specht und Schulz mit kalkulierten Improvisationen, die den rhythmischen Text transportieren, pointieren und konterkarieren.
Mehr Informationen unter www.hafensommer-wuerzburg.de.